„Zufriedene Mitarbeiter sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“

Fred Gratzer ist als Corporate Culture Coordinator und Feelgood Manager bei willhaben für eine positive Unternehmenskultur zuständig.

 

GratzerWas tun Sie, damit die Mitarbeiter sich bei willhaben wohl fühlen?

Ich kümmere mich um Personalthemen wie Recruiting, Employer Branding, das Onboarding, Personal & Organisationsentwicklung und um Maßnahmen zur Beibehaltung und Verbesserung unserer positiven Unternehmenskultur. Dies umfasst etwa die Vernetzung der „Willhabinger“ untereinander, die Förderung und Unterstützung der Mitarbeiter, die Kommunikation untereinander, die Organisation von teambildenden Firmenevents oder die Vermittlung der willhaben-Werte.

Ersetzen Sie die HR oder arbeiten Sie mit ihr zusammen?

Die Personalverrechnung, Arbeitsrecht etc. sind bei uns im Styria Konzern ausgelagert. Für alle anderen klassischen HR-Aufgaben sind die Leiterin der Abteilung Marketing & HR und ich zuständig. Wir beide sind in ständigem Austausch. Ebenso ist bei vielen strategischen Themen auch oft unsere Geschäftsführerin involviert.

Was sind die Herausforderungen in Ihrem Job?

Meine Aufgaben sind sehr vielfältig. In meiner Rolle bin ich als Vernetzer, Mediator, Challenger, Austauschförderer, Ideenmanager, Kulturwächter, Kommunikator oder auch als Eventmanager tätig. Kommunikation und Empathie sind das Um und Auf bei diesen Aufgaben. Man muss immer ein offenes Ohr für alle Anliegen haben, um mit diesen aktiv willhaben als Arbeitgeber weiterzuentwickeln.

Wann sollten Unternehmen einen Feelgood Manager einsetzen?

Wenn man die Mitarbeiter als wichtigsten Teil des Unternehmenserfolgs ansieht, dann ist der Einsatz eines Corporate Culture Coordinators/Feelgood Managers bzw. die Ausrichtung der HR-Aufgaben an der Unternehmenskultur die logische Konsequenz. Denn zufriedene, loyale und motivierte Mitarbeiter sind aus meiner Sicht ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Wie misst das Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit? Was haben Sie bzw. das Management verändert, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern?

Klassische KPIs für die Mitarbeiterzufriedenheit sind unsere jährliche Mitarbeiterumfrage oder unsere Fluktuationsrate. Aber auch die Weiterempfehlungsrate als Arbeitgeber durch die „Willhabinger“ oder die Teilnehmerzahl an unseren Firmenevents sind für uns Indikatoren. Durch die Durchführung und genaue Analysen von Mitarbeiterumfragen und die Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen sorgen wir für eine möglichst hohe Arbeitgeberqualität. Wir arbeiten aktiv an einer offenen Feedbackkultur – sie wird auch vom Management aktiv vorgelebt.

willhaben wird als Matrixorganisation geführt, interdisziplinäres Arbeiten wird gefördert. Braucht es da nicht viel Abstimmung und zeitraubende Meetings?

Bei uns werden Entscheidungen breit aufgestellt getroffen. Das heißt, wir haben ein sehr demokratisches Verständnis von Führung. Neben Liebe zum Produkt, Stolz, Offenheit, Teamgeist – also Hilfsbereitschaft, keine Ellbogenmentalität unter den Mitarbeitern –  legen wir viel Wert auf Unkompliziertheit und Rollenklarheit. Diese beiden Eigenschaften und unsere selbst erarbeiteten Meeting-Rules helfen uns dabei, die Meetings nur so oft und so lange wie nötig abzuhalten.

Wer ist Ihr Ansprechpartner, wenn Sie sich mal beschweren wollen?

Prinzipiell geben wir immer direktes Feedback und jeder im Unternehmen kann sich an jeden direkt wenden. Geht es um meine Aufgaben und meinen Job, wende ich mich an meine Vorgesetzte, mit der ich jederzeit über alle Themen sprechen kann.

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Gratzer kreisMag. Fred Gratzer | Corporate Culture Coordinator | willhaben internet service GmbH & Co KG

Fred Gratzer ist seit drei Jahren in seiner Funktion als Corporate Culture Coordinator für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur bei willhaben (siebenfach ausgezeichneter Great Place to Work) zuständig. Davor war er bei einer der größten Banken im CEE Raum im Bereich Recruiting & Personalmarketing sowie in der Personalberatung tätig. Der diplomierte Politik- und Kommunikationswissenschaftler hat neben unterschiedlichen Weiterbildungen im klassischen HR-Bereich eine Ausbildung zum systemischen Coach sowie eine Trainerausbildung absolviert.

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Autor:

Nicole Thurn | Bloggerin/Journalistin

www.newworkstories.com

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© Gilbert Novy